Berichte aus 2011
Ausbildungsdienst am 15. November 2011
Teilnehmer: Aktive der Feuerwehren Bad Wildungen, Mandern, Wega, Hundsdorf
Vortrag: ASD Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz, Dipl. Ing. Gerhard Dröge
RR. Vor Biogasanlagen braucht man keine Angst haben, so der Redner, aber Respekt ! Explosionen hätte es bisher noch nicht gegeben, nur Verpuffungen. Eine Biogasanlage dient der Erzeugung von Biogas aus Biomasse, welches letztendlich der Erzeugung von Strom und Wärme dient.
Wenn die Feuerwehr gerufen wird, so Dröge, handelt es sich meist darum, dass es im Blockheizkraftwerk brennt. Die wichtigsten Hinweise lagen darin, dass bei Eintreffen der Wehr eine Notabschaltung vorgenommen wird (von außen zugänglich), dass nur unter Atemschutz die Anlage betreten werden darf. Wichtig war auch der Hinweis, dass durch eine Notabschaltung die Gasproduktion durch Gärung nicht unterbrochen wird, sie kann über mehrere Tage oder Wochen weiter andauern. Bei Stillstand der Anlage muss für eine kontrollierte Ableitung in die Atmosphäre gesorgt werden. Es muss immer mit lebensbedrohlichen Gasen gerechnet werden. In jedem Fall muss nach einem Löscheinsatz eine sogenannte "Freimessung" (Gaskonzentrations-Messung) erfolgen. Über einer unteren UEPG (unteren Explosions-Grenze) von 6,2% besteht Gefahr der Explosion.
Dipl. Ing. Dröge wies in seinem Vortrag mehrfach und eindringlich auf die Gefahren durch Gas hin und appellierte an alle Teilnehmer, bei einem Einsatz niemals ohne Atemschutzgeräte an der Anlage tätig zu werden.